Bis auf unbestimmte Zeit wird es keine Printausgaben meines Debüts und auch keine Prints meiner zukünftigen Bücher mehr geben. Diese Entscheidung habe ich in der letzten Woche für mich getroffen und auch sofort in die Tat umgesetzt. Welche Vorteile hat dieser Schritt und welche Nachteile? Und welche Gründe haben mich dazu bewogen, mein Printbuch aus dem Verkauf zu nehmen? Das alles erfahrt ihr im folgenden Blogpost.
Die Nachteile
Kommen wir erstmal zu den Nachteilen, die diese Entscheidung mit sich bringt.
Ohne Printexemplare fällt natürlich ein gewisser Kreis an Leserinnen weg, die entweder nicht wissen, wie man ein Ebook kauft und liest oder die einfach lieber ein gedrucktes Buch in der Hand halten.
Auch Lesungen und Messeauftritte werden ohne Printexemplare schwieriger. Nicht unmöglich, vor allem Lesungen nicht, aber ohne Printbücher fehlt natürlich der Anreiz, das besprochene Buch direkt bei der Lesung signiert mitzunehmen. Jedoch geht es bei Lesungen in erster Linie ja um die Person der Autorin und die Entstehungsgeschichte und Hintergründe des jeweiligen Buches. Deshalb ist eine Lesung auch durchaus ohne Printbuch denkbar.
Bei Messen steht allerdings ganz klar der direkte Verkauf von Büchern im Fokus und das wird ohne gedruckte Exemplare fast unmöglich.
Wo es Nachteile gibt, da schlummern häufig auch einige Vorteile. Und in diesem Fall bin vor allem ich diejenige, die von dieser Entscheidung profitiert. Call me selfish.
Die Vorteile
Besagte Vorteile sind vor allem Geld- und Zeitersparnis. Um zu verstehen, wo und wie ich genau mit dieser Entscheidung Zeit spare, gibt es jetzt einen kleinen Exkurs zum Thema Buchveröffentlichung ohne Verlag (= Selfpublishing; self = selbst; publishing = veröffentlichen).
Ein Ebook erstellen
Ein Printbuch erstellen
Wie ihr seht gibt es bei der Veröffentlichung eines gedruckten Buches deutlich mehr Schritte, die noch dazu alle spezielle Fähigkeiten erfordern, z. B. den gekonnten Umgang mit Design-Programmen wie Affinity Publisher. Ebooks zu erstellen ist mit dem richtigen Programm relativ selbsterklärend und einfach. Auch um Lizenzen für Schriftarten muss man sich bei Ebooks nicht sorgen, da die Benutzerinnen die Schriftart direkt auf ihrem Endgerät einstellen können.
Einen (entscheidenden) Vorteil gibt es für meine Leserinnen allerdings doch. Mit weniger nervigen Aufgaben auf der To-Do-Liste bleibt mehr Zeit fürs tatsächliche Schreiben – so zumindest die Theorie.
Der Deal ist also: Mehr Bücher in kürzerer Zeit, dafür nur im Ebook-Format.





